Wilde Fladenbrote!

Vom Morgenspaziergang wandert ja immer so einiges für das tägliche Essen mit nach Hause in meine Küche – und heute Abend kommen Freunde „auf ein Glas Wein“ vorbei. Zum Wein könnte man ja auch eine Kleinigkeit essen – und ich wollte doch schon immer mal etwas ausprobieren…
Also erstmal in Wald und Garten sammeln, was eine schöne Form oder Farbe hat und griffbereit auf einem Brett auslegen:

Dann einen einfachen Hefeteig zubereiten:
500 g Dinkelmehl (ich habe 1050 genommen) mit einer Tüte Trockenhefe vermischen.
Lieber hätte ich eine halben Würfel frische Hefe genommen, aber der ist am Wochenende in einem Rosinenzopf verschwunden…
Ein Teelöffel Salz, eine Prise Zucker, ca. 8 EL Olivenöl dazu geben und mit 300 ml lauwarmen Wasser (langsam dazu gießen!) zu einem geschmeidigen Teig verkneten, dann eine sStunde ruhen lassen.
Normalerweise mische ich ja immer noch Kräuter, weiter Gewürze oder Oliven/getrocknete Tomaten und was sonst so da ist oder weg muss unter, aber ich wollte einfach mal nur mit dem Belag arbeiten.
Etwas Käse sollte schon drauf, also Mozzarella in Würfelchen schneiden und grüne Oliven in Ringe. Halbierte Minitomaten hätten auch noch gepasst, oder getrocknete, oder Paprikawürfelchen oder Streifen -mir fällt noch viel ein: einfach mal in Vorratskammer oder Kühlschrank schauen und sich inspirieren lassen!

Nach der Gehzeit den Teig nochmal kneten, in acht Fladen teilen, mit Olivenöl bepinseln und los geht es:

Kornblumen, Hirschhornwegerich, Lauchzwiebeln
Guter Heinrich, Schafgarbe, rotes Basilikum und Schnittlauchblüten

Außerdem verwendet habe ich Brennesseln, Waldziest, Dost, Wicken, Thymian, Salbei samt Blüten, Margeriten und Olivenkraut. Allein schon das kreative Belegen macht richtig Spaß!
Alles mit etwas Olivenöl zum Fixieren bestreichen, schwarzen Pfeffer und etwas grobes Salz drüber mahlen, nochmal eine Viertelstunde gehen lassen und dann für 12 -15 Minuten bei 225° in den vorgeheizten Backofen schieben.

Scheint zu gelingen! Und wie das duftet….

Was sind die schön geworden! Eigentlich viel zu schade zum Essen!
Die größeren Blätter sind im Ofen zu knusprigen Chips geworden und sogar die zarten Margeritenblütenblätter haben die Hitze überlebt.

Die übrig gebliebenen Kräuter, Blüten, ja sogar die Oliven und Mozzarellastückchen kommen jetzt mit einer Dose Kichererbsen und etwas Zitronensaft, meiner orientalischen Gewürzmischung und einigen Knoblauchzehen in den Mixer. Und da kein Tahin im Haus ist, mixe ich noch eine halbe Zucchini unter, dazu 250 g Naturjoghurt und zum Abschluss eine ganz fein geschnittene rote Paprika.
Abschmecken und fertig ist der Dip zum Brot, die Gäste können kommen!

Mit vier Personen haben wir dann alle Brote bis auf eins aufgegessen, dazu einen trockenen Weißwein getrunken, gute Gespräche geführt und einen schönen Abend gehabt!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.