Einfach Kräuterkäse machen

In meinem Garten haben sich neben dem Bärlauch auch Knoblauchrauken mit ihren aromatischen ersten Blättchen angesiedelt – es heisst ja, daß man immer die Pflanzen im Garten erscheinen, die man braucht. und diese hier brauche ich, um den ersten Kräuterkäse des Jahres herzustellen!

Als Grundlage dafür giesse ich 500 g Naturjoghurt (3,5% Fett) in eindünnes Tuch (am besten ist eine Mullwindel) und lasse ihn 24 Stunden lang über einer Schüssel abtropfen. Für Veganer: Mit Sojajoghurt wird der Käse auch superlecker!
Es bleibt ein Kloß von knapp 160 g übrig und der sieht so aus:

Für einen Frischkäse könnte man diesen jetzt mit Kräutern und Gewürzen verkneten, aber mir steht der Sinn nach einem hübschen kleinen schnittfesten Käse.
Also schmelze ich 30 g Kokosöl in einem kleinen Topf, mische derweil 20 g Kartoffelmehl mit je 1/2 Tl Salz, Gemüsebrühepulver und Guarkernmehl und rühre diese Mischung in das geschmolzene Öl. Nun kommt der Joghurtkloß dazu und alles wird unter ständigem Rühren (mit einer Gabel geht es gut) 3-4 Minuten bei kleiner Hitze erwärmt, dann ist die Masse schon ziemlich fest.
Nun mahle ich noch schwarzen Pfeffer hinein, mische kleinst geschnittene Bärlauch- und Knoblauchraukenblätter unter und durch Zugabe eines halben Teelöffels Kurkuma bekommt mein Käse auch eine schöne goldgelbe Farbe.

Er kühlt in ein Schüsselchen gedrückt ab und nach ein paar Stunden kann man ihn auf ein Tellerchen stürzen.


Wie lange er haltbar ist, kann ich Euch leider nicht sagen, dafür wird er immer zu schnell aufgegessen….

Man kann ihn in vielen Varianten machen, jetzt ist ja Bärlauchzeit, später mal mit den  pfeffrigen Blüten des Wiesenschaumkraut, mit frischen Gierschblättern und Schnittlauch samt Blüten, im Sommer auch mal mit Thymian und getrockneten Tomaten oder einfach als bunten Blütenkäse…
In Pralinenförmchen geformt und mit bunten Zutaten hat man kleine Käsezwerge als Hingucker und Gaumemschmaus fürs Buffet!

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